Mittwoch, 15. Mai 2013

Reis-Suppe mit Joghurt






Zutaten für vier als Vorspeise 
oder für zwei bis drei mit Brot als Hauptspeise:

  • 100 g Langkornreis
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 2 TL rosenscharfes Paprikapulver
  • 1 L Fleisch- oder Hühnerfond
  • 300 g Joghurt (am besten aus Schafmilch)
  • 2 El Zitronensaft
  • 2 Eigelb
  • 1/4 Bund Minze
  • Salz
  • frischer schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
  1. Die Zwiebeln schälen und in sehr feine Würfel schneiden.
  2. In einem Sieb den Reis unter fließendem kalten Wasser abbrausen. Abtropfen lassen.
  3. Die Zwiebeln in einem Topf mit Butter anschwitzen. Mehl und Paprikapulver darüber stäuben und kurz mitbraten. Mit Fond aufgießen, den Reis einrühren und mit einem Deckel bei schwacher Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Der Reis sollte danach noch etwas Biss haben.
  4. Joghurt mit Eigelb und Zitronensaft gut verrühren. Die Minze waschen, trocknen und fein hacken.
  5. Falls man zu der Suppe Fladenbrot genießen möchte wäre es nun an der Zeit das Brot im Ofen frisch aufzubacken.
  6. Etwa einen Schöpflöffel Suppe aus dem Topf holen und nach und nach unter den Joghurt mischen. Den Topf vom Herd ziehen und die Joghurtmischung mit der Minze unter die Suppe ziehen. Noch einmal kurz erhitzen. Dabei immer rühren und die Suppe auf gar keinen Fall kochen lassen, sonst gerinnen die Eigelb.
  7. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Fladenbrot servieren. 
Hier zur Besprechung des Rezeptes.





Montag, 13. Mai 2013

Essensplanung für KW 20

Da wir uns diese Woche nach Leipzig begeben, werden wir nicht allzu viel Zeit in der heimischen Küche verbringen. Zwei Experimente aber wird es vor der Abreise noch geben:
  • Spinat mit Joghurt und Fladenbrot mit Sumach
  • Frittata agli asparagi
Zwar bietet uns unsere Unterkunft dort eine voll eingerichtete Küche, jedoch werden wir uns in der Wohnung erfahrungsgemäß nur zum Schlafen aufhalten. Zeit also, mal wieder andere kochen zu lassen.

Sonntag, 12. Mai 2013

Mißratener Spargel und leckere Involtini





Ein neuer Versuch mit Cocos-Chips. Der Letzte war ja nicht so sehr von Erfolg gekrönt (Orientalische Linsen-Kokos-Tarte) und auch hier kann man bei wiederholtem Zubereiten der Spinatsuppe mit Knoblauch und Kokoschips die ollen Chips einfach weglassen. Die Suppe ansich aber war lecker. Frischer Spinat, Zwiebeln, Knoblauch (hier nur eine Zehe), Kartoffeln und Brühe fein schaumig pürriert mit Sahne und Kokosmilch. Zusätzliches Aroma gibt Zitronengras und Zitronenabrieb, etwas Chilipulver und Muskat. Hmmmmm....



Wenig begeistert hat uns die Ricottatorte mit grünem Spargel. Der Mürbteig sollte hier ohne Ei gemacht werden, nagut, kann man ja mal testen. Wird aber staubtrocken und bäh. Wieder was gelernt!
Aber auch der Rest der Torte macht dies nicht wieder wett. Der grüne Spargel wurde vorgegart, darauf kamen Kirschtomaten und eine Ricotta-Ei-Parmesan-Mischung. Am Ende waren wir um unseren wöchentlichen Spargelgenuss gebracht und das hat mich so gepiekst, dass ich tags drauf nochmal welchen gekauft habe. Den gab's dann klassisch, mit neuen Kartoffeln und Sauce hollandaise, da kann ja nichts schief gehen.
Unter das Rezept für diese Ricottatorte konnten wir nur schreiben: Nicht wieder kochen!








Etwas Schwierigkeiten bei der Fischauswahl hatten wir beim Pesce con salsa die rucola. Das Rezept schlägt Rotbarsch, Heilbutt oder Schwertfisch vor, die gehen gemäß Greenpeace Fischratgeber alle gar nicht. Wir haben uns statt dessen also für Kabeljau entschieden und ich hab' mir beim Fischhändler meines Vertrauens versichern lassen, dass dieser aus einem stabilen Schwarm stammt. Das Filet brät man auf beiden Seiten 1-2 Minuten und schiebt es dann in den ca. 70° heißen Ofen, bis man mit der Salsa fertig ist, die wird vorm Pürrieren nämlich noch in der Pfanne geschmort. Sie besteht aus Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Pinienkernen, Zitronensaft, natürlich Salz und Pfeffer und eben Rucola. Michael hat nebenbei noch eine Pfanne voll perfekter Rosmarinkartoffeln gezaubert. Der Fisch war gut und auf den Punkt gegart, die Salsa war so lala. Rucola schmeckt roh, frisch und knackig einfach besser als geschmort und pürriert.






Begeistert haben uns hingegen die Involtini di vitello (Kalbsfleisch-Rouladen). Sie werden mit einer Mischung aus fein gehackten grünen Oliven, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Petersilie und geriebenem Pecorino bestrichen und dann aufgerollt und angebraten, bevor man sie in Weißwein fertig schmort. Dazu gab's mein formidables ohne Rezept-Champignongemüse und frisches Ciabattabrot. Om nom nom!




Mittwoch, 8. Mai 2013

Essensplanung für KW 19

Die Spinat- und Spargel-Versuchsreihe geht weiter. Diese Woche auf dem Plan:

  • Spinatsuppe mit Kokos-Chips
  • Ricotta-Torte mit grünem Spargel
  • Pesce con salsa die rucola
  • Involtini di vitello
Wünsche euch allen morgen einen wunderbaren Feiertag. :-)

Dienstag, 7. Mai 2013

Sauer macht lustig und Olivenöl schmeckt im Schoko-Kuchen!


Hier sind sie: Strangolapreti, Malfatti, Priesterwürger oder auch einfach Ricotta-Spinat-Gnocci. Wer wenig Zeit hat, sollte aber was anderes kochen. ^^ Mal wieder haben wir geduldig die Teigmasse aus Ricotta, Ei und Mehl, Spinat, Petersilie und Pecorino in Form geknödelt und dann hin und her experimentiert mit Wassertemperatur und Zieh-Zeit. Gekrönt werden die Dinger von Salbeibutter und frisch geriebenem Parmesan. Schmecken tun sie auch. Ob sich der Aufwand lohnt ist dann wohl von den persönlichen Vorlieben abhängig. Von mir drei, von Michael nur zwei Sterne.




Das wöchentliche Spargelrezept war diesmal ein Spargelfrikassee mit Klopsen. Dieses Gericht geht erfreulich schnell zuzubereiten und wenn man das Rezept aufmerksam liest, geht's sogar noch schneller.... Der Spargel muss nicht separat vorgekocht werden. Nunja. Ich war unterzuckert! Einziger Dorn im Auge war mir der Estragon, den ich nicht mag. Aber ich konnte diesen für meine Portion schön homöopathisch dosieren und so hat's nicht weiter gestört. Die "Klopse" (blödes Wort, aber steht so im Buch) bestehen aus Kalbshack, Schwein sollte es aber auch tun. Außerdem kommen Artischockenherzen hinein, die uns -weil eingelegt- etwas zu sauer waren. Zuckerschoten oder Erbsen passen sicher besser.
Bombig gut funktioniert hat das Binden der Sauce mit Mehlbutter. Warum hatte nochmal jemand so komischen Saucenbinder erfunden?
Drei Sterne mit Potential für mehr!




Weiter geht's orientalisch mit Kürbis mit Datteln und Spinat, dazu gab's Couscous. Überhaupt sind wir dieser Tage große Spinat-Fans. Saison ist auch bald vorbei, also schnell nochmal die Chance genutzt. In den Topf wandern außerdem Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch und an Gewürzen Salz, Pfeffer, Safran, Harissa und Zimt. Das ganze schmeckt ungewöhnlich aber echt lecker!




Ebenfalls orientalisch anmutend aber aus einem anderen Buch: Mangold und Kichererbsen mit Tamarinde. Der Autor schreibt dazu
"Ich finde, lange geschmorte, eintopfartige Gerichte brauchen etwas Säure, die ihnen die schwere Ernsthaftigkeit nimmt und eine erfrischende, fast humorvolle Note verleiht."
Okeeeeee, also, mir war bislang noch nicht klar, dass Eintöpfe schwer ernsthaft sind, aber man lernt ja nie aus. Die Tamarinde sorgt jedenfalls für die Säure und um auf Nummer Sicher zu gehen, kommt am Ende noch Zitronensaft hinzu. Auch ist mir nicht ganz klar geworden, warum das Gericht noch eine halbe Stunde köcheln soll, wenn alle Zutaten schon gar sind. Der anfangs noch frisch grüne Mangold ist danach freilich nur noch olivfarbener Pamps. Beim nächsten Mal teste ich es anders! Basta.
Garniert wird dieser Eintopf mit Naturjoghurt und frischem Koriander und gebettet wird er auf matschigem Rundkornreis. Das war zwar alles lecker, aber Basmatireis hätt's auch getan. Drei Sterne also auch hier mit Potential auf mehr.



Und weil ich am Sonntag noch eine Einladung zum Kaffeeklatsch hatte, wurde noch fix ein Kuchen gebacken. Meine Experimentierfreude hat da nicht halt gemacht, es gab Schokoladen-Olivenöl-Kuchen. ^^ Auf 3 Eier kommen hier 150ml Olivenöl. Der Teig riecht komisch und es gibt auch nicht den typischen "leckerer Kuchen ist fast fertig im Ofen-Duft". Ich muss gestehen, ich war mehr als skeptisch, als ich den noch warmen Kuchen auf dem Fahrrad zu meinen Gastgeberinnen kutschierte.
Am Ende war alles gut, der Kuchen lecker und ich glücklich. Noch lauwarm mit etwas Vanilleeis und Himbeer-Sauce war er einfach köstlich und das Olivenöl schmeckt man nicht heraus.



Das Besondere an diesem Rezept ist, dass man es mit gemahlenen Mandeln statt Mehl machen kann und es dann für Menschen geeignet ist, die keinen Weizen und/oder keine Milchprodukte vertragen.



Mittwoch, 1. Mai 2013

Torta di cioccolata (Schokoladentorte)






Zutaten für eine runde Kuchenform von 26 cm Durchmesser
  • 100 g Pinienkerne
  • 200 g Kuvertüre
  • 4 Eier
  • 125 g weiche Butter
  • Butter für die Form
  • 1 EL Vanillezucker
  • 100 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • Puderzucker und Kakaopulver

Zubereitung
  1. Die Kuvertüre zerbröckeln und im Wasserbad erhitzen. Die Schokoladenmasse soll warm und flüssig werden, aber nicht kochen. Aus dem Wasserbad entfernen und handwarm werden lassen.
  2. Die Pinienkerne fein hacken. Die Kuchenform ausbuttern.
  3. Den Backofen auf 150 °C vorheizen (ohne Vorheizen: Umluft 130 °C).
  4. Die Eier trennen. Die Eiweiße in einer Schüssel steif schlagen.
  5. In eine zweite Rührschüssel die Butter legen und mit dem Zucker und dem Vanillezucker schön cremig rühren. Nacheinander die Eigelbe unterrühren. Immer nur so lange, bis keine Eigelbspuren mehr zu sehen sind. Die Kuvertüre löffelweise untermischen. Die Pinienkerne auch.
  6. Die Eiweißmasse darauf häufen und das Mehl darüber sieben. Alles mit dem Schneebesen locker untereinander ziehen.
  7. Den Kuchenteig in die Form geben und im warmen Ofen auf der mittleren Schiene 50 Minuten backen. Ob der Kuchen fertig ist testet man am besten mit einem Messer oder Holzstäbchen. In die Mitte des Kuchen stechen, wenn man es rauszieht, dürfen keine Teigreste dran sein. 
  8. Den Kuchen kurz abkühlen lassen und aus der Form entfernen. Dann den Kuchen komplett abkühlen lassen. Mit einem Sieb den Puderzucker und anschließend den Kakao über den Kuchen sieben. Fertig!
Hilft bei akutem Schoko-Bedarf, versüßt den verregneten Sonntag oder tröstet bei Liebeskummer.

Da die Pinienkerne so teuer sind, will Rebekka den Kuchen beim nächsten Mal mit Walnüssen testen.




Dienstag, 30. April 2013

Essensplanung für KW 18

Wie angekündigt wird es diese Woche natürlich Spargel geben. Außerdem hat noch immer Spinat Saison und da ich auf dem Münsteraner Wochenmarkt noch heimischen Bio-Kürbis entdeckt habe wird es höchste Zeit das Rezept zu testen, welches Kürbis und Spinat zusammen bringt. Auf dem Plan also:
  • Strangolapreti (Ricotta-Spinat-Gnocci)
  • Spargelfrikassee mit Klopsen
  • Kürbis mit Datteln und Spinat
  • Mangold und Kichererbsen mit Tamarinde

Sonntag, 28. April 2013

Endlich Frühling - endlich Spargel

Endlich Frühling... oder auch nicht. Nach einem herrlichen Donnerstag waren die letzten zwei Tage hier saumäßig kalt mit zwischenzeitlich fiesem Regen. Genau das richtige Wetter, um mit der kompletten Firmenbelegschaft zu grillen. Für einen Freitagnachmittag kann man sich kaum was Schöneres wünschen, oder nicht? ^^

Ehrlich gesagt kann ich die weit verbreitete Vorliebe fürs Grillen nur bedingt nachvollziehen. Man kann sich doch in der warmen, heimischen Küche so viele leckere Dinge zaubern, warum sollte ich mich dann bei 6°C und Regen draußen an einen Grill stellen?

In unserer Küche haben wir wie folgt gezaubert:

Ein echter Party-Buffet-Klassiker sind wohl mit Spinat und Schafskäse gefüllte Blätterteigtaschen. Begeistert haben sie mich noch nie. Grund genug also, mal selbst zu testen, was sich da geschmacklich noch herausholen lässt. In der Tat schmecken die Dinger auch kalt, allerdings auch nicht unbedingt besser, als die in all den Partyjahren probierten Exemplare.





Knoblauch, Knoblauch und kein Ende, die Knoblauchsuppe Gascogner Art enthält aber nur harmlose 10 Zehen. Diese werden zusammen mit Thymian, einem Lorbeerblatt und Lauch zu einem aromatischen Sud ausgekocht. Dieser wird durch ein Sieb angegossen, die Zehen danach passiert und wieder hinein gegeben. Angedickt wird die Suppe durch eine frisch aus Eigelb, Zitronensaft und Olivenöl zusammen gerührte Mayonnaise. Nun noch ein großzügiger Schlag Crème Fraîche und separat gekochete Kartoffelwürfel zugeben und genießen.




Sehr lecker war auch das orientalische Brathuhn. Zunächst wird es innen und außen mit Salz eingerieben und dann gefüllt mit Knoblauch und Koriandergrün sowie einer ganzen (mit einer Gabel rundherum eingestochenen) Zitrone. Außerdem wird es mit einem frisch hergestellten Gewürzöl bepinselt (Olivenöl mit Paprika, Pfeffer, Kurkuma und Kreuzkümmel). Ab damit in den Ofen: 20 Minuten linke Seite, 20 Minuten rechte Seite, 20 Minuten auf dem Rücken, zwischendurch mit Gewürzöl pinseln. Dazu gab's nur Salat und frisches Brot. Vorgesehen war eigentlich ein experimentelles Pistazien-Dressing, allerdings hatte ich schlicht verpennt die Pistazien einzukaufen. Mist! Der frische Pflücksalat musste also mit einem anderen improvisierten Bad vorlieb nehmen und wurde dann mit gerösteten Cashew-Kernen garniert. Auch sehr gut!




Rasant schnell zubereitet und dazu noch lecker war der gebackener Spinat mit Ricotta und Muskat, eingebettet in eine Ei-Mischung mit geriebenem Parmesan und etwas Weißwein. Als Beilage kann man das Rezept so lassen, wie es ist. Will man es als Hauptspeise essen, würde ich es noch ein wenig spannender gestalten. Vielleicht Tomaten? Oder angedünstete Schalottenwürfel? Alternativ zur Zubereitung im Ofen kann ich mir das ganze auch wie eine Tortilla in der Pfanne vorstellen.




Ich sehe schon das Naserümpfen und höre die Iiihs und Bääähs. Spargel mit Morcheln? Ja aber hallo! Wer bei Morcheln an die schleimigen, schwarzen Stückchen im Chinesischen Gemüseallerlei denkt, liegt hier aber falsch, ich hatte das an anderer Stelle schon mal erwähnt. Die Morcheln werden in Portwein weich geköchelt und dann mit Zitronensaft und einer Prise Zucker abgeschmeckt. Zum Schluß kalte Salz-Butter einmontieren und fertig ist eine gar köstliche Portweinbutter mit aromatischer Morchel-Einlage. Diese passt hervorragend zum klassisch gekochten Spargel und neuen Kartoffeln. Wieder mal haben wir festgestellt, das Morcheln zu den leckersten Dingen überhaupt gehören. Ich pfeif auf Kaviar, Austern und Trüffel. Gebt mir Morcheln und ich bin glücklich!



Überhaupt freue ich mich, dass jetzt Spargel-Saison ist. In den kommenden Wochen werden wir daher jeweils ein Rezept ausprobieren. Jippie!

Freitag, 19. April 2013

Knoblauch und Co.

Den Auftakt machten Bavette mit arabischem Sugo, was nicht nur optisch ein wenig an Spaghetti Bolognese erinnert, jedoch feine Unterschiede aufweist. Rosinen, Orangenabrieb, Kardamom und Mandeln sorgen für ein geschmackliches Aha-Erlebnis. Das Rezept sieht Kalb- und Lammhack vor, wir haben aber befunden, dass es Rind ebenso tun sollte. Besonders aromatisch ist nicht nur die Sauce, sondern auch die Nudeln. Dem Kochwasser werden Chilischoten und Ingwerscheibchen beigefügt und nachdem man sie abgegossen hat, werden sie noch einmal durch etwas Hühnerfond und Olivenöl geschwenkt und mit Pfeffer und Muskatnuss gewürzt. Wer also den Italienischen Klassiker mal etwas anders mag sollte in diese Richtung experimentieren.

Um auch mit den Vorspeisen in unserer Italienischen Leihgabe voran zu kommen, haben wir eine kleine Bruschetta-Orgie veranstaltet. Neben der wohl bekanntesten Variante mit Tomaten haben wir Variationen mit grünen Oliven und Champignons getestet. 


Das Bruschetta ai funghi mit Pancetta und gelber Paprika hat uns dabei eher weniger begeistert. Wir können festhalten, dass es abgekühlt aber wirklich besser schmeckt als warm.
Bei der Crema di olive war das nicht lösbare Problem die Salzigkeit der grünen Oliven. Obwohl wir am Stand natürlich probiert und die mildesten rausgesucht hatten, war es insgesamt eine Spur zu heftig. Schade, denn diese einfache Mixtur hat durchaus Potenzial für drei bis vier Sterne.
So aber reicht es bei beiden nur für zwei.



Der Bruschetta-Klassiker hingegen mit Tomaten und frischem Basilikum schafft die vier Sterne locker. Nicht zu vergessen bei allen drei Varianten: Brotscheiben rösten und wenn sie die perfekte Knusprigkeit haben, mit frischem Knoblauch einreiben. Hmmm...



Knoblauch? Klar, das nächste Rezept enthält zwölf  Zehen. Bei scharfem Tofu mit Frühlingszwiebeln kommt die Schärfe aber nicht allein vom Knoblauch. In dieses Gericht wandern auch acht frische, schöne, rote Chilischoten. Wir haben geschummelt und die Kerne entfernt, so war's geradezu perfekt mit dem Schärfegrad. Der Tofu ist übrigens nicht nur scharf sondern auch herrlich knusprig. Die Würfel werden in Maisstärke gewendet und dann separat gebraten. Frischer Ingwer und dreierlei Sojasaucen, etwas Zucker und knackige Frühlingszwiebeln... Lecker!




Und mit Knoblauch geht es weiter. Die Tarte mit karamellisiertem Knoblauch enthält nicht weniger als vier Knollen (ja genau: Knollen, nicht Zehen). Mein Kollege im Büro hat schon arg leiden müssen dieser Tage. Sorry... Aber es war schon lecker, vorallem der Knoblauch, der Rest der Tarte, bestehend vorallem aus Ziegenkäse. Die Tarte würden wir so wohl nicht nochmal machen, die Zubereitung des Knoblauchs allerdings verleitet mich dazu, ihn Knollenweise zu kaufen und in kleinen Gläsern einzukochen.



Und das geht so: Knoblauch 3 Minuten blanchieren, abtropfen lassen und dann in Olivenöl scharf anbraten. Einen Eßlöffel besten Balsamicoessig und etwas Wasser angießen, alles ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dann 3/4 Eßlöffel Zucker, eine Prise Salz und gehackten Rosmarin und Thymian hinzufügen. Weitere 10 Minuten köcheln lassen und dann kochend heiß ab in die Gläser. Gut verschließen und im Keller für schlechte Tage horten. ^^
Wenn man ihn sofort essen möchte, lässt man den Deckel vom Topf und die Flüssigkeit fast komplett verkochen.

Zu guter Letzt der alte Hackbraten mal anders, als Meatzza. Dies ist eine Pizza mit Hackfleisch statt Hefeteig als Boden. Das funktioniert erstaunlich gut und schmeckt großartig. Der Margherita-Version haben wir noch frische Champignons hinzu gefügt. Damit die Meatzza auf dem Teller nicht ganz so einsam ist, ergänzt man am Besten noch einen Salat.







Da die Woche schon wieder so weit fortgeschritten ist, schiebe ich gleich die Test-Rezepte von dieser Woche hinterher. Es gibt
  • mit Spinat gefüllte Blätterteigtaschen
  • Knoblauchsuppe Gascogner Art
  • Orientalisches Brathuhn, dazu Salat mit Pistaziendressing
  • Gebackener Spinat mit Ricotta und Muskat
  • Spargel mit Morcheln
Schon wieder Knoblauch? Ja, so isses nunmal... Und passenderweise habe ich vergangene Woche dieses charmante kleine Monster entdeckt.


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